SupervisorInnen und Coaches für die Ukraine

Englische Version

Im August endete in Lviv /Lemberg in der Ukraine der erste Lehrgang für Supervision und Coaching nach ANSE Standards. Am 18. August 2018  graduierten die ersten neun TeilnehmerInnen aus der ganzen Ukraine mit sehr interessanten Abschlussarbeiten.
Die TeilnehmerInnen haben eine Ausbildung nach Europäischem Standard erhalten und haben mit ihren Arbeiten gezeigt, dass sie in der Ukraine für viele Aufgabenstellungen professionelle Unterstützung anbieten können und auch qualifizierte AnsprechpartnerInnen für ausländische Unternehmen und Institutionen sind.

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Bei der Präsentation stellten sie ihre Arbeiten vor und gaben auch Antwort auf die Frage: Wer kann aus dieser Arbeit Nutzen ziehen?

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Drei Arbeiten zeigen, wie und wo man Supervision in der Realität Ukrainischer Unternehmen und Projekte sinnvoll einsetzen kann, und worauf man dabei achten muss.

  • Valeriy Bessarab schrieb zu Erfahrungen bei der Einführung von Supervision und Coaching in einem klassischen ukrainischen Unternehmen,
  • Olena Dobrodniak und Viktoria Sliusarenko berichteten über einen Integrativer (Psychodynamisch-systemische) Supervisionsansatz im Rahmen eines Veränderungsprojektes in der Verwaltung,
  • Iryna Ivleva über die Anwendung von Supervision und Coaching in einem Programm zum Management von Stress in einem schnell wachsenden Unternehmen,

Zwei Arbeiten beschäftigten sich besonders mit dem Einsatz von Supervision und Coaching bei der Bewältigung der krisenhaften Situation in der Ostukraine seit 2015.

  • Vilena Kit berichtete über die Erfahrung mit effektiven Coaching Tools, die die Wiedereingliederungen von Veteranen in den Arbeitsprozess unterstützen,
  • Svitlana Muravska schrieb zur Problematik von Supervision in Gruppen von Freiwilligen mit Sekundärtrauma.

Zwei Arbeiten können  als konkrete Unterstützung der Arbeit von Coaches und SupervisorInnen und als Beitrag zum Aufbau des Ukrainischen Supervisionsverbandes  gesehen werden

  • Victoria Korsun erstellte ein Handbuch von Techniken, die SupervisorInnen und Coaches anwenden können, um Selbstreflexion an zuleiten.
  • Im ersten Teil der Arbeit entwickelte Olha Pashko  basierend auf dem Kompetenzen Modell – ECVision– ein Qualitätsmanagementsystem für den ukrainischen Verband USSC (Mitglid der ANSE), im zweiten Teil lieferte  Zvenyslava Kechur mit ihrem Beitrag zur Professionellen Ethik Unterstützung für die ethische Kommission.

Ich wünsche allen Graduierten
viel Glück und Erfolg für die Zukunft!

fb_img_1534958511496Originaltitel der Arbeiten:

Bessarab, Valeriy , The specificity of an Internal Coach’s work in Ukraine drawing on the example of one supervision in the profit organization
Dobrodniak ,Olena, Sliusarenko , Viktoria, Integrativer Supervisionsansatz im Rahmen der Organisationsentwicklung (Psychodynamisch-systemische Nachreflexion eines Auftrags in ukrainischen Realien)
Ivleva, Iryna , Wie kann der Supervisor den/die SupervisandIn bei der Selbstfürsorge unterstützen?
Kit, Vilena, Effective Coaching Tools to support war veterans in their adaption to (resuming) peaceful life in professional life (as illustrated by the analysis of demobilized servicemen of the irregular army during combat operations in the East of Ukraine, corpus of 2014-2018)
Korsun, Victoria, Techniques for developing reflection as the main tool for individual supervision and coaching

Muravska, Svitlana, Risks of supervision in a group of volunteers-psychologists with secondary trauma
Kechur Zvenyslava, Pashko, Olha Key Issues on applied Competency model and Ethic Code to maintain QM process in supervision\coaching fields

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Sofia – 3. Seminar on Individual Supervision in the Organizational Context

Zusammen mit dem Institut für die Psychologie der Gruppen.

Diesmal Lösungsfokussierung und Abschluss des Prozesses.

Und ganz besonders ethische Überlegungen im Zusammenhang mit der flüchtigen Moderne. (Bauman)

Mai und Juni 2018 in der Ukraine

Zuerst Kiyv in Kooperation mit der Mohyla Akademie:
Lehrsupervisionen und das 3. Seminar Systemisches Coaching
Eine beeindruckende Gruppe schließt die erste Stufe der Ausbildung ab.

Dann in L’viv – hier haben die Ukrainischen KollegInnen ein Seminar zum Thema Trauma organisiert.

  • Arbeit mit traumatisierten Organisationen – Verwendung von Aufstellungen – Mieke Voogt vom LVSC (Niederlande)
  • Supervision für Helfer, die mit Traumatisierten arbeiten. – Elisabeth Alder

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Auch hier wächst der Kreis der Unterstützer. Danke an das Gesundheitszentrum Дитячий Центр Здоров’я ім. Анни Мазуренко, das uns den Raum zur Verfügung gestellt hat. Der Vertreter der amerikanischen Sponsoren Prof James Portwood, Ph.D. ist hier mit auf dem Foto ebenso wie der Leiter des Zentrums.

Und jetzt nochmals zwei Tage Lehrsupervision.

Seminar Marathon in L’viv

Die letzten Seminare der ersten ukrainischen Ausbildungsgruppe für Supervision und Coaching fanden vom 16.-25. April 2018 in Lviv/Lemberg statt. Allen Teilnehmenden Gratulation zum Durchhaltevermögen und zur Begeisterung beim Lernen und Lehren.

Professor Joachim Sauer aus Salzburg- Methoden unter spezieller Berücksichtigung der Dynamiken in der (Organisations-) SupervisionDSC_5916 

Vielen herzlichen Dank dem Lemberger Büro des OeAD für die Unterstützung der Veranstaltung durch Übernahme der Reisekosten für Prof. Sauer & Elisabeth Alder  DSC_5903

PhDr. Vratislav Strnad aus Prag – Methodenseminar zum narrativen Ansatz

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https://www.isz-mc.cz

Elisabeth Alder aus WienArbeit als interner Coach/Supervisor und Abgrenzung und Kooperation mit anderen Formaten

Per Wolfrum  Diplom-Psychologe aus Berlin – stand für Einzelsupervisionen zur Verfügung. www.supervision-fortbildung.net

 

Systemisches Coaching in Kiyv

Zweiter Modul in wunderschöner Umgebung der Mohyla Akademie.

Eine große Gruppe arbeitete gemeinsam an Themen wie Organisation und Lösungsorientiertem Coaching. Die TeilnehmerInnen bearbeiteten ihre eigenen Fälle. Der beste Weg um zu lernen.

Als Nachtrag ein Beitrag im ORF zu unserem Kooperationspartner an der Mohyla Universität Sergej Bogdanow
Sergej Bogdanow hat an der Universität Wien Medizin studiert und leitet das Zentrum für psychische Gesundheit und psychosoziale Unterstützung der Universität Kiew-Mohyla-Akademie
http://orf.at/m/stories/2424616/2424617/

„ Anleitung zum Unglücklich sein“ für junge Führungskräfte

Weiterbildungsseminar Anfang Oktober in L’viv zum Thema Coaching von jungen Führungskräften

KLassiker

  • Nimm alles persönlich. Weigere Dich Teamprobleme, Organisations- Probleme und gesellschaftlich bedingte Probleme wahrzunehmen.
    Es geht nur ums Persönliche!
  • Überprüfe nie, wer die letztgültige Entscheidungs- und Verantwortungsmacht in der Institution hat und was Deine Rolle als Führungskraft für Rechte und Pflichten beinhaltet.
  • Beachte nie was um Dich herum in der Organisation oder gar außerhalb passiert.
  • Mach alles selber, Du kannst es am besten. Sei lieb und fleißig.
  • Sei überzeugt, dass nur Faulpelze haben ein Leben außerhalb der Arbeit.
  • Widersprich Deinem Chef nie. Frage nie „WARUM“?
  • Vermeide unfähige und unwillige Teammitglieder mit den Konsequenzen ihres Handelns zu konfrontieren. Bitte nie um Hilfe.
  • Sei überzeugt, dass alle Aufgaben gleich wichtig sind und keine liegenbleiben darf.
  • Frage nie die anderen nach ihren Prioritäten und Erwartungen.
  • Sei überzeugt, dass Deine Erwartungen, Ziele und Wünsche unwichtig sind, rede mit niemandem drüber, nicht einmal mit Dir selber.